Die Domaine des Besses

Beschreibung

Das Haus, das bereits auf einem Katasterplan von 1694 verzeichnet ist, gehörte Ende des 18. Jahrhunderts dem Grossvogt des Wallis, Jacques Valentin Sigristen. Im Jahr 1808 wurde es von J.-F. Testaz erworben und anschliessend an dessen Töchter und deren Kinder vererbt - darunter der Maler Louis-Auguste Veillon (1834-1890), der sich in Genf niedergelassen hatte, wo er einen internationalen Ruf erlangt hatte. Einer der Söhne des Malers Veillon kaufte das Haus 1901 von seinen Brüdern und seiner Schwester zurück. Das Anwesen bleibt bis heute das Ferienhaus der Nachkommen des Malers.

Einige Besitzer von Les Besses waren bekannte Persönlichkeiten. So gehörte das Haus Ende des 18. Jahrhunderts Jacques Valentin Sigristen (1733-1808), der von 1790 bis 1798 Grossvogt des Wallis war und in dieser Funktion das Gebiet des Unterwallis kontrollieren sollte, das unter der Herrschaft des Oberwallis stand. Als sich das Waadtland ab 1797 gegen die Berner auflehnte, folgte das Unterwallis dem Beispiel und stellte die Herrschaft des Oberwallis in Frage. Am 22. Februar 1798 musste der Grossvogt Sigristen die Urkunde über den Verzicht auf die Oberwalliser Souveränität unterzeichnen. Während St-Maurice und Monthey ihre "Freiheitsbäume" pflanzten, verliess der Großvogt vielleicht vorübergehend sein Haus in Les Besses. Nach dem Tod von Sigristen fällt das Anwesen an seine Erben, die es verkaufen. Im 19. Jahrhundert ist die Familie Veillon Eigentümer des Anwesens. Der Maler Louis-Auguste Veillon (1834-1890), Sohn des Notars des Dorfes, wurde dort geboren. Nachdem er 1857-1858 im Atelier des Genfers François Diday in die Malerei eingeführt worden war, vervollständigte L.-A. Veillon seine Ausbildung in Paris, London und Rom, bevor er sich 1863 in Genf niederliess. Er stellte 1870 im Pariser Salon aus. 1873 entdeckte er Süditalien und Ägypten; in den Jahren 1880-1885 unternahm er mehrere Reisen nach Nordafrika, in den Nahen Osten, nach Griechenland und in die Türkei, die ihn zu den orientalischen Landschaften inspirierten, die eines der Merkmale seines Schaffens sind. Auf der Pariser Weltausstellung 1889 stellte er einige seiner orientalischen Gemälde neben Schweizer Landschaften aus. Er starb 1890 an einer Grippeepidemie und erlebte seinen posthumen Erfolg durch eine grosse Retrospektive, die ihm 1890 gewidmet wurde und in den wichtigsten Städten der Schweiz zu sehen war. Trotz seiner zahlreichen Auslandsreisen und seines Wohnsitzes in Genf blieb L.-A. Veillon Les Besses stets verbunden: Sein Bruder Jules, ein Landwirt in Bex, liess ihm jedes Jahr Kastanien aus dem Wald von Les Besses zukommen, und der Maler kehrte regelmäßig für Ferien dorthin zurück. Ab 1878 war das Haus in Les Besses nämlich nie mehr ganzjährig bewohnt. Nach dem Tod des Malers Veillon ging das Landgut Les Besses an seine fünf Kinder über. Die Grundstücke wurden an die Landwirte von Châtel verpachtet. Seit 1934 sind das Haus und das Anwesen eine Aktiengesellschaft (SA), deren Anteile ausschliesslich von Mitgliedern der Familie Veillon gehalten werden. Quellen: Über den Grossvogt Sigristen : https://vslibre.wordpress.com/tag/jacques-valentin-sigristen/ Über den Maler Veillon : L. Langer: "Je séjourne au pays des sultanes". Les voyages orientaux de Louis Auguste Veillon (1834-1890)", Revue historique du Mandement de Bex, 32, 1999, Beilage. M.-H. Miauton, M. Rochet: "Auguste Veillon. Des barques du Léman aux felouques du Nil" (Von den Booten des Genfersees zu den Feluken des Nils), 203 S. 2016, Ed. Favre.

Privatbesitz

Das Haus, das bereits auf einem Katasterplan von 1694 verzeichnet ist, gehörte Ende des 18. Jahrhunderts dem Grossvogt des Wallis, Jacques Valentin Sigristen. Im Jahr 1808 wurde es von J.-F. Testaz erworben und anschliessend an dessen Töchter und deren Kinder vererbt - darunter der Maler Louis-Auguste Veillon (1834-1890), der sich in Genf niedergelassen hatte, wo er einen internationalen Ruf erlangt hatte. Einer der Söhne des Malers Veillon kaufte das Haus 1901 von seinen Brüdern und seiner Schwester zurück. Das Anwesen bleibt bis heute das Ferienhaus der Nachkommen des Malers.

Einige Besitzer von Les Besses waren bekannte Persönlichkeiten. So gehörte das Haus Ende des 18. Jahrhunderts Jacques Valentin Sigristen (1733-1808), der von 1790 bis 1798 Grossvogt des Wallis war und in dieser Funktion das Gebiet des Unterwallis kontrollieren sollte, das unter der Herrschaft des Oberwallis stand. Als sich das Waadtland ab 1797 gegen die Berner auflehnte, folgte das Unterwallis dem Beispiel und stellte die Herrschaft des Oberwallis in Frage. Am 22. Februar 1798 musste der Grossvogt Sigristen die Urkunde über den Verzicht auf die Oberwalliser Souveränität unterzeichnen. Während St-Maurice und Monthey ihre "Freiheitsbäume" pflanzten, verliess der Großvogt vielleicht vorübergehend sein Haus in Les Besses. Nach dem Tod von Sigristen fällt das Anwesen an seine Erben, die es verkaufen. Im 19. Jahrhundert ist die Familie Veillon Eigentümer des Anwesens. Der Maler Louis-Auguste Veillon (1834-1890), Sohn des Notars des Dorfes, wurde dort geboren. Nachdem er 1857-1858 im Atelier des Genfers François Diday in die Malerei eingeführt worden war, vervollständigte L.-A. Veillon seine Ausbildung in Paris, London und Rom, bevor er sich 1863 in Genf niederliess. Er stellte 1870 im Pariser Salon aus. 1873 entdeckte er Süditalien und Ägypten; in den Jahren 1880-1885 unternahm er mehrere Reisen nach Nordafrika, in den Nahen Osten, nach Griechenland und in die Türkei, die ihn zu den orientalischen Landschaften inspirierten, die eines der Merkmale seines Schaffens sind. Auf der Pariser Weltausstellung 1889 stellte er einige seiner orientalischen Gemälde neben Schweizer Landschaften aus. Er starb 1890 an einer Grippeepidemie und erlebte seinen posthumen Erfolg durch eine grosse Retrospektive, die ihm 1890 gewidmet wurde und in den wichtigsten Städten der Schweiz zu sehen war. Trotz seiner zahlreichen Auslandsreisen und seines Wohnsitzes in Genf blieb L.-A. Veillon Les Besses stets verbunden: Sein Bruder Jules, ein Landwirt in Bex, liess ihm jedes Jahr Kastanien aus dem Wald von Les Besses zukommen, und der Maler kehrte regelmäßig für Ferien dorthin zurück. Ab 1878 war das Haus in Les Besses nämlich nie mehr ganzjährig bewohnt. Nach dem Tod des Malers Veillon ging das Landgut Les Besses an seine fünf Kinder über. Die Grundstücke wurden an die Landwirte von Châtel verpachtet. Seit 1934 sind das Haus und das Anwesen eine Aktiengesellschaft (SA), deren Anteile ausschliesslich von Mitgliedern der Familie Veillon gehalten werden. Quellen: Über den Grossvogt Sigristen : https://vslibre.wordpress.com/tag/jacques-valentin-sigristen/ Über den Maler Veillon : L. Langer: "Je séjourne au pays des sultanes". Les voyages orientaux de Louis Auguste Veillon (1834-1890)", Revue historique du Mandement de Bex, 32, 1999, Beilage. M.-H. Miauton, M. Rochet: "Auguste Veillon. Des barques du Léman aux felouques du Nil" (Von den Booten des Genfersees zu den Feluken des Nils), 203 S. 2016, Ed. Favre.

Privatbesitz

Standort
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