
Reise-Tagebuch
Veröffentlicht am 03.09.2026

Inhalt
Möchten Sie neue Höhen erklimmen, Ihre Grenzen ausloten und die Alpes Vaudoises aus einem anderen Blickwinkel entdecken? Inmitten von Felswänden, Wäldern, Wasserfällen und alpinen Panoramen bieten Klettersteige eine einzigartige Möglichkeit, die Berge zu erkunden – hier können Abenteuerlustige auf einer gemütlichen Route einsteigen oder sich an eine anspruchsvollere Route wagen.
Ob sportlich, luftig, technisch oder unterhaltsam: Jeder Klettersteig hat seinen eigenen Charakter. Von Bex über Leysin bis nach Les Diablerets – hier sind sechs Routen für ein vertikales Abenteuer im Herzen der Alpes Vaudoises.
Ganz gleich, ob Sie eine kurze, körperlich anspruchsvolle Route, eine Höhenwanderung mit Blick auf den Genfer See oder ein echtes Alpenerlebnis suchen – die Alpes Vaudoises bieten eine grosse Vielfalt an Landschaften.
AAlpes Vaudoises
Versteckt im Herzen des Waldes oberhalb von Bex liegt der Klettersteig „Lavanchy“ – eine kurze, aber besonders anspruchsvolle Route. Von Pont-de-Nant aus führt ein 25-minütiger Zustieg zu diesem kurzen, 200 Meter langen Klettersteig.
Die kompakte Strecke erfordert Engagement und Energie: Lassen Sie sich nicht von der Länge der Route täuschen. Die Route wird als leicht beschrieben, doch ihr intensiver und anspruchsvoller Charakter macht sie zu einem großartigen Ausflugsziel für alle, die ihre Fähigkeiten am Fels auf einer relativ kurzen Strecke unter Beweis stellen möchten.
Der Klettersteig Lavanchy lässt sich am besten im Sommer genießen, eingebettet in eine waldreiche Umgebung, die ihm eine besonders wilde Atmosphäre verleiht. Wer möchte, kann die Gelegenheit nutzen, den schönen alpinen Botanischen Garten La Thomasia in Pont-de-Nant zu besuchen.

© Olivier Fatzer
Länge: 200 Meter
• Dauer: ca. 30 Minuten
• Höhenunterschied: +388 / -387 Meter
• Höchster Punkt: 1.582 Meter
• Schwierigkeitsgrad: leicht
• Anfahrt: ca. 25 Minuten zu Fuß von Pont-de-Nant
Der Klettersteig „Dar-Wasserfall“ bietet ein spannendes und anspruchsvolles Erlebnis. Die 400 Meter lange Route ist als schwierig eingestuft und zählt damit zu den körperlich anspruchsvollsten in den Waadtländer Alpen.
Vom Col du Pillon aus sind es etwa 15 Minuten zu Fuß bis zum Einstieg, der sich ganz in der Nähe des Wasserfalls und am Fuße des Massivs befindet. Sobald man sich an den ersten Seilen festhält, beginnt die eigentliche Herausforderung: Die Route erfordert Kraft, Beweglichkeit und eine gute Portion Gelassenheit.
Die Belohnung? Ein Aufstieg ganz nah am Wasserfall und ein spektakulärer Blick über das Ormonts-Tal, vor der Kulisse von Berggipfeln und mit dem Rauschen des Wassers als Soundtrack.
Länge: 400 Meter
• Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten
• Höhenunterschied: +185 / -256 Meter
• Höchster Punkt: 1.571 Meter
• Schwierigkeitsgrad: schwierig
• Anfahrt: ca. 15 Minuten zu Fuss vom Col du Pillon
Er liegt in der Nähe der Cabane des Diablerets und ist über die Skilifte von Glacier 3000 leicht zu erreichen: Von der Mittelstation der Gondelbahn sind es etwa 15 Minuten zu Fuß bis zum Startpunkt der Route.
Hier ist die Höhe ein wesentlicher Bestandteil des Erlebnisses: Die Route schlängelt sich entlang der gelb schimmernden Felswand und bietet einen Blick auf einen Abgrund, der selbst den erfahrensten Kletterern das Blut in den Adern gefrieren lässt. Der Fels, die Ausrüstung und die Hochgebirgsumgebung machen diese Route zu einer Herausforderung, die nur für Kletterer geeignet ist, die mit dieser Art von Gelände ausreichend vertraut sind.
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In Les Diablerets ist auch der Klettersteig „Les Dames Anglaises“ ein echtes Highlight. Mit seinem felsigen und alpinen Charakter ähnelt er eher einer gesicherten Kletterroute als einem spielerischen Klettersteig. Er erfordert daher gute Kenntnisse der Bergwelt und der Fortbewegungstechniken in felsigem Gelände.
Das Abenteuer beginnt schon lange vor den ersten Seilen: Der Startpunkt liegt etwa 45 Gehminuten von der Pierredar-Hütte entfernt. Diese ist über den Prapio-Weg (weiss-rot-weiss) oder den Drudy-Weg (Alpenroute weiss-blau-weiss) in 3 bis 4 Stunden zu erreichen. Dort kann man eine Pause einlegen oder vor dem Aufstieg auf den Klettersteig übernachten (Reservierung erforderlich).
Die Route führt anschliessend durch eine spektakuläre Landschaft, mit dem Prapio-Gletscher und den Gipfeln des Diablerets-Massivs als Kulisse. Die unverfälschte alpine Atmosphäre, felsige Passagen und die bergige Umgebung prägen den Charakter dieses legendären Klettersteigs; doch keine Angst, denn die drei Damen wachen über die Kletterer…

© Christophe Racat
Auf nach Leysin, um einen der bekanntesten Klettersteige der Waadtländer Alpen zu entdecken. Der oberhalb des Ferienorts gelegene Klettersteig „Tour d’Aï“ ist technisch anspruchsvoll, luftig und spektakulär zugleich. Er richtet sich an Personen mit guter körperlicher Verfassung, die keine Höhenangst haben.
Während des Aufstiegs begleiten Seile, Metallsprossen und luftige Passagen die Kletterer bis zum Gipfel auf 2'331 Metern Höhe. Und wenn man den Blick nach oben richtet, ist das Panorama die Anstrengungen mehr als wert: Die Waadtländer Alpen, der Genfer See, die Dents du Midi, der Mont-Blanc und bei klarem Wetter sogar der Jura erstrecken sich so weit das Auge reicht.
Rechnen Sie etwa ein bis zwei Stunden für den Aufstieg auf dem Klettersteig ein, zuzüglich des An- und Rückwegs.

Von Klettersteigen bis hin zur Höhlenforschung – tauchen Sie ein in das Herz einer lebendigen und spektakulären Kalksteinlandschaft.

Setzen Sie sich auf Ihren Sattel und erkunden Sie die Alpes Vaudoises auf zwei Rädern